Werte Leserschaft, die aufmerksamen Beobachter des Düsseldorfer Gesellschaftslebens werden bereits ahnen, worum es heute geht. Der kleine Verein aus Flingern feiert einen runden Geburtstag. 120 Jahre. Eine Zahl, die selbst für Fortuna-Verhältnisse beeindruckend ist.
Schließlich reden wir hier nicht von einem Modeverein, der vor zehn Jahren von einem Energydrink, einem Hedgefonds oder einem gelangweilten Milliardär entdeckt wurde.
Nein.
Wir sprechen von einem Verein, der gegründet wurde, als das Automobil noch ein Abenteuer war, das Kaiserreich existierte und niemand auch nur ansatzweise ahnen konnte, welche Irrwege der Fußball einmal einschlagen würde. 120 Jahre voller Siege, Niederlagen, Triumphe, Tragödien und Geschichten, die sich kein Drehbuchautor auszudenken wagen würde.
Die Chronisten der Kurve können berichten, dass sich Generationen von Fortuna-Fans an genau derselben Krankheit angesteckt haben. Man schwört sich nach einer Niederlage, nie wieder Hoffnung zu haben. Dieser Vorsatz hält ungefähr bis zum nächsten Anpfiff durch, dann beginnt alles von vorne.
Durch das Gedränge der Menschenmenge
Bahnen wir uns den altbekannten Weg
Entlang der Gassen, zu den Rheinterrassen
Über die Brücken, bis hin zu der Musik
Wo alles laut ist, wo alle drauf sind, um durchzudrehen
Wo die Anderen warten, um mit uns zu starten und abzugehen
Und während die Welt sich ständig verändert, bleibt eine Gewissheit bestehen:
Irgendwo in Düsseldorf wird immer jemand aufstehen, seinen Schal umlegen und sich auf den Weg zur Fortuna machen.
Auf die nächsten 120 Jahre.
Und mögen uns die Fortuna-Göttin diesmal ein wenig gnädiger mit uns sein.
In diesem Sinne… Ihre ergebener
Lord Hadden Langston




